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Installation der Hochverfügbarkeitslösung

Ich gebe hier die Schritte im einzelnen wieder, wie ich sie für sinnvoll halte und wie ich sie durchgeführt habe:

Partition für DRBD-'Filesystem' einrichten

  • Entweder bereits bei der Serverinstallation eine Partition einrichten, auf die DRBD zugreifen kann, nachträglich eine Partition hierfür einrichten, oder eine zusätzlich Platte dafür einhängen. Ich habe bereits bei der Serverinstallation eine Partition (bei mir /dev/sda6) dafür reserviert.
  • Diese Partition darf nicht beim Systemstart gemountet werden.
  • Eintrag in die /etc/fstab vornehmen (das Device ist als /dev/drbd0 und der Mountpoint /cluster angegeben)

 DRBD fstab Eintrag

DRBD installieren

Jetzt muss das DRBD-'Filesystem' installiert werden, ich habe hierbei auf die von SuSE mitgelieferten Packages zurückgegriffen.
Hier die Schritte im einzelnen:

  • DRBD mit dem Yast installieren
  • Bearbeiten der /etc/drbd.conf
    Wichtig ist, dass die /etc/drbd.conf auf beiden Servern (Knoten) identisch sein muss !
    Als Beispiel die /etc/drbd.conf, so wie ich sie eingerichtet habe
    Ihr könntet sie so wie sie ist auch bei euch übernehmen, lediglich die 'on'-Einträge müsstet ihr ändern (also Knoten-Name, IP-Adresse und Disk).
    Beachten müsst ihr ausserdem, dass der zuerst genannte Knoten der Primäre Server ist:

 DRBD.conf

Erster Start und Mounten der Partition

  • mit '/etc/init.d/drbd start' auf beiden Servern das Programm starten
  • auf dem Rechner, der der primäre sein soll, folgende Kommandos ausführen
    drbdsetup /dev/drbd0 primary –do-what-I-say damit wird die Partition als primäre definiert,
    mit cat /proc/drbd kann man auf beiden Servern mitverfolgen, wie die Partitionen synchronisiert werden.
    anschließend muss die Partion formartiert werden dies geschieht mit
    mkfs -t ext3 /dev/drbd0
    jetzt nur noch die Partition auf dem primären Knoten mounten
    mount /dev/drbd0 /cluster und fertig
  • ab jetzt können die Daten auf dem Cluster abgelegt werden



Installation Heartbeat

Heartbeat habe ich ebenfalls mit dem SuSE-Yast aus den mitgelieferten Packages installiert

Konfiguration von Heartbeat

bei Heartbeat müssen 2 Dateien angepasst, bzw eingerichtet werden.
Dies kann man entweder wiederum mit dem SuSE-Yast machen über: System - High Availability
oder
indem man manuell die Dateien
/etc/ha.d/ha.cf und
anpasst.

  • /etc/ha.d/ha.cf
    hier werden die grundlegenden Eigenschaften von Heartbeat festgelegt, etwa welche Knoten wie am Cluster beteiligt sind.
  • in das Verzeichnis /etc/ha.d/resource.d, habe ich die Startskripten für die durch das heartbeat zu startenden Programme gelinkt.
  • /etc/ha.d/haresource
    legt fest, welche Dienste mit welcher IP-Adresse immer im Netz erscheinen sollen.
    Die in dieser Datei stehenden Anwendungen dürfen natürlich nicht beim Systemstart gestartet werden, denn dafür ist ja jetzt Heartbeat zuständig.
    Die Datei /etc/ha.d/haresource muss zwingend auf beiden Knoten den gleichen Inhalt haben (also am besten einmal erstellen und dann auf den anderen Server rüberkopieren).

haresource
Dies bedeutet im einzelnen: Schau nach, ob auf nagios04 folgendes ausgeführt wurde, ansonsten führe es selber aus:

  • benutze die Cluster-IP 194.246.201.128
  • schalte das DRBD device drbd0 als primary
  • mounte /dev/drbd0 - als ext3-Filsystem nach - /cluster
  • starte mysql
  • starte ndo2db
  • starte apache
  • starte smbd4wins
  • starte nsca
  • starte nagios
  • sende eine eMail dass es einen Failover gegeben hat
nagios/howtos/wiki_cls_02.txt · Zuletzt geändert: 2006/11/09 17:41 von streuner
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