Translations of this page:

Immer wieder tauchen Fragen hinsichtlich Erfahrungen und Empfehlungen zum Thema Nagios-Konfiguration und unterstützender Tools auf. Aus diesem Grund greifen wir dieses Thema auf um es ein wenig zu beleuchten und somit Licht ins Dunkle zu bringen.

Oftmals erhält man pauschal die Empfehlung für die Nagios-Konfiguration den VI zu verwenden. Dieses Vorgehen empfiehlt sich insbesondere für Anfängern da es dazu beiträgt ein besseres Verständnis für die Konfiguration zu erlangen. Wer in der Lage ist den VI (oder anderen Editoren) effektiv anzuwenden wird diesen auch später weiter nutzen.

Es gibt aber auch Einsatzszenarien in denen der Einsatz von Konfigurationstools nahezu unumgänglich sein können. So zum Beispiel in sehr großen IT-infrastrukturen mit häufigen Änderungen oder wenn die Nagios-Nutzer nicht gleichzeitig die Nagios-Administratoren sind. Insbesondere der letztere Fall tritt sicherlich nicht selten in größeren Unternehmen mit entsprechenden Strukturen auf. Auch für Anwender die sich sonst in einem reinem Windowsumfeld bewegen trägt die Einführung eines Konfigurationstools zu einer höheren Akzeptanz bei.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Konfigurationstools wie zum Beispiel:

  • fruity (Lilac)
  • NagioSQL
  • NConf
  • Nag2Web (nag2web-ng)
  • Centreon (vormals Oreon)
  • NagiosAdministrator
  • OpCfg

fruity

Der Entwickler von fruity und dem aktuellen Fork Namens Lilac ist ein Mitarbeiter der Firma Groundwork. GroundWork Open Source bietet verschiedene Varianten der auf Nagios basierende Software GroundWork Monitor an. Allein diese Tatsache lässt vermuten, daß man von einer gewissen Sicherheit hinsichtlich der Weiterentwicklung ausgehen kann. Technik: PHP-Webfrontend und MySQL-Datenbank

Update - 20081013: Inzwischen wurde die Entwicklung von fruity eingestellt. Es gibt jedoch ein Folgeprojekt unter dem Namen lilac.

NagiosQL

Die Entwicklung von NagioSQL startete Anfang 2005 und wird seither stetig weiter entwickelt. Ziel von NagiosQL ist die vollumfängliche und uneingeschränkte Unterstützung aller Nagios 2.x,3.x und Icinga 1.x Konfigurationsoptionen. NagiosQL unterstützt verteilte Konfigurationen auf Domänenbasis und ist daher sowohl für den Einsatz in grossen Unternehmen als auch bei kleinen Einzelinstallationen geeignet. Bestehende Konfigurationsdateien können importiert werden. Die Software steht unter der BSD-Lizenz und der Status wird auf sourceforge als Production/Stable angegeben. Technik: PHP-Webfrontend und MySQL-Datenbank. Website: NagiosQL

NConf

Die Entwicklung von NConf startete in 2006. Die Hauptmotivation damals war ein Tool zu entwickeln, mit dem jeder Sysadmin umgehen kann. NConf basiert auf PHP/Perl/MySQL. Es unterscheidet sich von ähnlichen Tools indem es Enterprise-relevante Features anbietet wie Host Templates, Abhängigkeiten zwischen den Hosts, Benutzer-Authentifikation und die Möglichkeit eine verteilte Nagios Topologie zu provisionieren. Der Fokus ist auf grosse Umgebungen ausgerichtet, parallel dazu aber auch stets auf die Benutzerfreundlichkeit. Website: NConf

Nag2Web

Die Entwicklung von Nag2Web startete laut sourceforge in der zweiten Hälfte des Jahres 2005 und wird seither stetig weiter entwickelt. Die Software steht unter der GPL. Der Status wird auf sourceforge auch in der Version 1.6.4 (10/2007) noch als Beta angegeben. Technik: PHP-Webfrontend und MySQL-Datenbank

Alle hier genannten Konfigurationstools unterstützen mehr oder weniger vollständig die mögliche Konfigurationsvielfalt von Nagios 2. Für die aktuelle Nagios version 3 sind bisher folgende Konfigurationstools bekannt:

Oreon inzwischen Centreon

Entgegen der zuvor genannten Software handelt es sich bei Centreon um kein reines Konfigurationstool. Vielmehr ist Centreon ein weiteres Monitoring Tool das ähnlich wie GroundWork Monitor auf Nagios basiert. Das Webfrontend bietet neben der Statusanzeige unter anderem die Möglichkeit zur Konfiguration. Seit Centreon 2.0 wird auch offiziel auch nagios 3 unterstützt. Website: Centreon

NagiosAdministrator

NagiosAdministrator ist eine neu entwickeltes Konfigurationstool speziell auf Nagios 3.x ausgelegt. Die Software steht unter der GPL. Technik: PHP-Webfrontend und MySQL-Datenbank Website: NagiosAdministrator

OpCfg

Das Konfigurationstool OpCfg wurde von OpServices entwickelt und basiert auf fruity. ToDo-List: * Support for Nagios 3.x advanced timeperiods. * Support for groups ( hostgroups and servicegroups ) to have other groups as members. Technik: PHP-Webfrontend und MySQL-Datenbank. Website: OpCfg

Neben den hier genannten Konfigurationstools gibt es auch noch weitere Möglichkeiten. So hat zum Beispiel die Firma NETWAYS GmbH das NagiosPortal entwickelt und stellt für dieses die Extension net_simplefruity zur Verfügung. Diese Extension ermöglicht die Konfiguration unter Verwendung der fruity Datenbank. Technik: PHP-Webfrontend basierend auf Typo3 und MySQL-Datenbank

Kurz und Gut:

Als Anfänger sollte man für die Konfiguration einen Editor nutzen um sich in die Thematik einzuarbeiten. Für bestimmte Anwenderkreise und/oder ab einer gewissen größe der Infrastrukur können Konfigurationswerkzeuge zur Akzeptanz und Effektivität beitragen. Bei der Wahl eines Konfigurationstools sollte immer darauf geachtet werden wie wahrscheinlich dessen Weiterentwicklung ist. Auch sollte man prüfen ob man mit möglichen Einschränkungen leben kann (Nur Nagios 2 Konfiguration bzw. Eingeschränkt für Nagios 3 nutzbar). Zu guter letzt bedeuten solche Tools auch mehr Komplexität (DB, Webserver, etc.) was widerum mehr Administrationsaufwand zur Folge hat. Man sollte also auch prüfen ob sich der Einsatz rentiert. Wobei in einer Nagios-Umgebung sowieso ein Webserver läuft und oft auch eine MySQL-DB eingesetzt wird.

nagios/tips/allgemeine_hinweise_zum_einsatz_von_nagios-konfigurationstools.txt · Zuletzt geändert: 2011/03/19 10:03 von martin
CC Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Unported
www.chimeric.de Valid CSS Driven by DokuWiki do yourself a favour and use a real browser - get firefox!! Recent changes RSS feed Valid XHTML 1.0